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Die Suche nach dem Todesgen Tatsächlich sind Wissenschaftler dem Todesprogramm auf der Spur. Schon 1988 bemerkte Tom Johnson an der Universität von Kalifornien in Irvine, dass eine Veränderung in einem einzigen Gen, AGE-1, Fadenwürmer bis zu 70 Prozent länger leben ließ. Diese Ergebnisse stiessen in der damaligen Fachwelt auf enormen Unglauben.

Zurzeit arbeiten Wissenschaftler daran eine neue Vorhersagemethode zu präzisieren und die Mechanismen, nach welchen sich die Gene und ihre Proteinprodukte während der Evolution verändert haben, besser zu verstehen. Hierzu wird derzeit die Vernetzung mit exponierten Forschern wie Christian Behl, vom Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie, weiter ausgebaut, um die Möglichkeiten für eine gezielte Manipulation im Sinne einer Erhöhung der Stabilität der genannten 13 Atmungsproteine auszuloten.
Ein kleiner Genonteil ist der Schlüssel. Dieser bestimmte Teil, das mitochondriale Genom, enthält meistens nur 13 Gene, welche in spezielle Proteine umgeschrieben werden, die alle mit der Energiegewinnung durch Atmung und Sauerstoffverbrauch befasst sind. Tiere, bei denen diese 13 Proteine chemisch besonders stabil aufgebaut waren, lebten nun deutlich länger als solche Tiere, bei denen sie instabiler waren. Aus dem genauen Maß an genetisch kodierter Stabilität der 13 Proteine ließ sich daraufhin die maximale Lebensdauer vorhersagen. Die genannten 13 Gene werden interessanterweise ausschließlich über die Mutter eines jeden Individuums vererbt. Eines davon nennet sich “Unsterblichkeitsprotein Telomerase” In jeder Zelle ist das Gen für das Enzym Telomerase vorhanden. Telomerase ist ein körpereigener Gen-Reparateur: Das Enzym kann die bei einer Zellteilung abgebrochenen Telomer-Stückchen wieder erneuern. Eine Zelle wäre in der Lage - wenn die Telomerase reparierend in ihr arbeiten würde -, sich unendlich oft zu teilen, ohne durch die Folgen der Zellteilung zu altern. Wäre die Telomerase in allen Zellen aktiv, würde keine Zelle mehr sterben. Aus diesem Grund erhielt dieses Gen, in dem die Bau-Information für dieses Enzym steckt, die Bezeichnung "Unsterblichkeitsgen".

Den Stoff, der uns Menschen die Unsterblichkeit bescheren könnte, trägt jeder Mensch bereits in seinem Körper. In jeder Zelle ist das Gen für das Enzym Telomerase vorhanden. Telomerase ist ein körpereigener Gen-Reparateur: Das Enzym kann die bei einer Zellteilung abgebrochenen Telomer-Stückchen wieder erneuern. Eine Zelle wäre in der Lage - wenn die Telomerase reparierend in ihr arbeiten würde -, sich unendlich oft zu teilen, ohne durch die Folgen der Zellteilung zu altern. Wäre die Telomerase in allen Zellen aktiv, würde keine Zelle mehr sterben. 

Nach der Analyse partieller und vollständiger Genomsequenzen von mehreren hundert Tierarten ergab sich, dass schon die Kenntnis eines bestimmten, winzigen Teils eines jeweiligen Genoms ausreicht, um die Größenordnung der maximalen Lebensdauer einer Spezies vorherzusagen. Zudem scheinen sich die biologischen Mechanismen des Alterns bei fast allen Lebewesen sehr zu ähneln.

Es gibt ein Lebewesen, das tatsächlich unsterblich ist, es lebt direkt vor der Haustür: Die Hydra, ein nur wenige Millimeter großer Süßwasserpolyp. Das unscheinbare Hohltier lebt in heimischen Teichen, Seen und Flüssen, wo es in Massen auf Blättern und Stängeln von Unterwasserpflanzen sitzt. Dort fischt es mit seinen Tentakeln nach Nahrung. Der Süßwasserpolyp ist ein simples Lebewesen aber hat das Unglaubliche geschafft: Nie zu sterben. Als einziger Mehrzeller hat die Hydra ein perfektes System der Runderneuerung entwickelt. Indem der Polyp zeitgleich verbrauchte Zellen abbaut und   neue Zellen wieder bildet, erneuert er sich fortlaufend. Im Labor beobachtet man seit Anfang der fünfziger Jahre Exemplare, die immer noch so jung wie am ersten Tag sind - die Hydra wird nie alt.  Die Gene dieses Wesens sind kurioserweise den Säugern (damit auch menschlichen) auffällig ähnlich.

  http://www.uni-r.de/Universitaet/Forschungsbericht/aktuell/nat3/prof33.htm

Diskussion über Unsterblichkeit